Alwin Brenner

An welchen Welt, Nationalen und Regionalen Spielen hast du schon teilgenommen?

Alle nationalen Spiele seit Stuttgart, Regionale Spiele Passau und Hof, World Games Athen (Coach), World  Games Los Angeles (Reporter) und nun als Headcoach in Abu Dhabi.

Auf was freust du dich bei den Weltspielen?

Auf viele sportliche und faire Wettstreitereien in vielen Sportarten. Aber natürlich ganz besonders im Judosport. Außerdem werden Eröffnungsfeier und letztendlich auch  die Abschlussfeier sicherlich Höhepunkte sein. Außerdem bin ich schon sehr gespannt darauf, Land und Leuten zu begegnen.

Was magst du am Unified Sport?

Das Miteinander  im Sport, wobei der Höhepunkt zwar die Spiele sein werden,  die gemeinsame Vor- und Nachbereitungszeiten in den Vereinen oder Einrichtungen aber weit mehr verbinden.

Was kannst du am Besten? Was ist deine Bestleistung?

Im sportlichen Sinne kann ich natürlich meine Sportart Judo am besten. Das Trainieren von Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung  scheint mir ganz gut zu gelingen. Meine eigene Bestleistungen in meiner aktiven Zeit sind der Vize-Europameistertitel und die Bronzemedaille der Weltmeisterschaften für Judoka ü30 Jahre.

Wie oft gibst du Training? Was ist dein Ziel?

Insgesamt gebe ich wöchentlich fünf bis sechs mal Training und ich versuche auch, möglichst für mich noch einmal wöchentlich zu trainieren. Ziele ergeben sich für mich immer neu, mein höchstes Ziel jedoch ist es, wenigstens noch weitere zehn Jahre den Judosport für Menschen mit Behinderung zu begleiten und fördern.

Wer ist dein Vorbild?

Vorbilder sind für mich Menschen, die ohne Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung, Flüchtlinge und benachteiligte Menschen  auftreten und sich dafür engagieren.

Wie würdest du gerne die Welt verbessern?

Wenn es möglich wäre, unseren allgemeinen Überfluss an diejenigen weiterzugeben, die es benötigen, würde es unsere Lebensqualität nicht einmal  einschränken und allen wäre geholfen. Eine ehrliche Verteilung  könnte  gut weiterhelfen.

Was ist anders, seit du bei Special Olympics mitmachst?

Special Olympics sind stets ein besonderer Höhepunkt im sportlichen Leben. Glücklicherweise gibt es im G-Judo bzw. dem ID-Judo schon sehr viele nationale und internationale Wettbewerbe, sodass Special Olympics ein wichtiger Teil unserer sportlichen und inklusiven Aktivitäten ist. Somit hat sich für mich nichts geändert, außer dass SO eine fruchtbare Bereicherung ist.

Auf was bist du besonders stolz?

Es sind zwei absolute Höhepunkte:  Bei der Eröffnungsfeier der nationalen Spiele in München den Eid der Trainer sprechen zu dürfen. Und die Auszeichnung zum  Judo-Trainer des Jahres 2011 in  Deutschland .

Was sind deine Hobbies?

Natürlich Judo. Ich bin noch Abteilungsleiter des Judovereines, mit dem wir selbstverständlich sehr eng kooperieren. Als Ausgleich zu Beruf und Sport spiele ich sehr gerne Dudelsack, auch ein Instrument mit besonderer Herausforderung.

Hast du eine Arbeit? Wo? Wie lange arbeitest du schon dort?

Ich arbeite als Heilpädagoge im Heilpädagogischen Centrum Augustinum  in München seit 1982. Es sind also schon 36 Jahre. Da lag es nahe, dass ich eines Tages  (1988) das Judo in der Tagesstätte anbot und meinen Schülern diesen Sport näherbrachte. Heute habe ich einen Großteil meiner Arbeitszeit für diesen Sport in meiner heilpädagogischen Arbeit zur Verfügung und habe derzeit 50 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Judogruppen.